Publikum hätte gerne noch mehr gehört

Wetter macht dem Serenadenkonzert des Musikvereins einen Strich durch die Rechnung

Von Werner Glanz (Heilbronner Stimme, 30. Juni 2009)

Der Daumen von DirigentMarco Rogalski zeigte beim Serenadenkonzertdes Musikvereins Erlenbach unmissverständlich nach oben. Zufrieden war er aber nicht nur mit seinem Blasorchester, auch der Nachwuchs, die MVE-Rebläuse, überzeugte beim ersten Auftritt vor Publikum mit einer reifen Leistung.
Dieses Privileg hatte das Wetter allerdings nicht verdient. Noch zu Beginn des Konzertes sah es viel versprechend aus, doch nach etwa zwei Dritteln des Programms öffnete der Himmel seine Schleusen. An ein Weiterspielen war da nicht mehr zu denken, enttäuscht packten die Musiker ihre Instrumente wieder ein. Enttäuscht zog auch das Publikum von dannen, fielen doch einige angekündigte solistische Leckerbissen buchstäblich ins Wasser. Doch bis dahin wurde auf dem historischen Markplatz musikalisch einiges geboten.
Mit drei Stücken stimmte der Nachwuchs auf dem Abend ein. Es folgte der „Yorkscher Marsch“, wobei sich das aktive Orchester in kleiner Besetzung auf der Rathaustreppe aufstellte. Gekonnt wurden danach vom gesamten Ensemble der „Helenmarsch“, der „Mährische Tanz Nr. 7“ sowie die Polka „Benátská“ gemeistert. Bei „Erinnerungen an Zirkus Renz“, das hohe technische Ansprüche an die Musiker stellte, glänzte zudem Solist Adrian Fischer auf seinem Xylofon.
Nach dem Marsch „Blaze Away“, was soviel heißt wie feuert los, stieg das Orchester in das Genre des Musicals ein: Das „Mame-Medley“ verzauberte die Besucher. Doch schon kündigten schwarze Wolken über dem Kayberg den nahenden Regenschauer an. So konnte nur noch Eddy Grafs „Claraphonics“, bei dem die Klarinetten ihren großen Auftritt hatten, von den ambitionierten Amateurmusikern vortragen werden.
Der letzte Applaus war verklungen und schon kamen die ersten großen Tropfen.


Serenadenkonzert

Auf der Rathaustreppe wird der „YorkscheMarsch“ gespielt. Foto: Werner Glanz


Serenadenkonzert

Noch spielte das Wetter mit... Foto: Werner Glanz