Bestnoten für Erlenbacher Musiker
Von Peter Glaser (Neckarsulmer Stimme vom 23.04.2010)
Den Musikerinnen und Musikern des Musikvereins Erlenbach ist es erneut gelungen, bei einem Leistungswettbewerb für Amateurorchester mit der Bestnote nach Hause zu fahren. Beim 33. Wertungsspiel des Blasmusik-Kreisverbandes Heilbronn stellten sie sich in der Kategorie 5 (Höchststufe) mit zwei schwierigen Kompositionen einer unabhängigen Fachjury. Vorgetragen wurden als Selbstwahlstück „Noah´s Ark“ von Bert Appermont und als Pflichtstück „Dragon Fight“ von Otto M. Schwarz. Von Dirigent Marco Rogalski bestens vorbereitet, meisterten die Erlenbacher dabei bravourös die sehr hohen Anforderungen. Entsprechend groß war der Jubel, als die Vorsitzende des Kreisverbandes Heilbronn, Friedlinde Gurr-Hirsch, bei der Urkundenübergabe das Ergebnis mitteilte.
Aus der Chronik des Erlenbacher Musikvereins ist nachzulesen, dass sich bereits im Jahre 1955 Musiker an Wertungsspielen beteiligten. Nach der Teilnahme in der Unter-, Mittel-, und Oberstufe gelang 1974 beim Bundesmusikfest in Ebingen unter Dirigent Max Muschiol beeindruckend der Einstieg in die Höchststufe. Dieser Leistungsstand wurde seither bei zahlreichen Wettbewerben auf Kreis-, Landes-, und Bundesebene äußerst erfolgreich unter Beweis gestellt. (PG)
Lust am Musizieren wecken
Von Barbara Barth (Heilbronner Stimme vom 20. April 2010)
Untergruppenbach Blasmusik gleich Bierzelt: Mit diesem hartnäckigen Vorurteil räumte das 33. Wertungsspiel für Konzertmusik des Blasmusik-Kreisverbands Heilbronn gewaltig auf. In der Stettenfelshalle in Untergruppenbach stellten sich acht Kapellen, auch aus benachbarten Kreisverbänden, dem fachkundigen Urteil einer Jury.
Monatelang haben die Orchester geprobt, haben diesem Termin entgegengefiebert. Wer sich dem alle zwei Jahre stattfindenden Wertungsspiel stellt, will wissen, wie gut sein Leistungsstand ist, wo er sich verbessern kann.
Jury Eine vierköpfige Jury unter Führung des Berufsmusikers Erwin Nehlich aus Kusterdingen bewertet neben weiteren Kriterien Tonkultur und Klangvolumen, Phrasierung und Dynamik, Stilempfinden und Tempo, die Stückwahl im Verhältnis zur Spielstärke und den künstlerischen Gesamteindruck.
Die Teilnehmer treten in verschiedenen Leistungsstufen an, eins ist die niedrigste, sechs die höchste. Dieses Ziel streben die Musikvereine Erlenbach und Lehrensteinsfeld an, beide sind in der Kategorie fünf (Höchststufe).
"Mensch, habt ihr das schön gespielt", schwärmt Heribert Leibfried aber auch vom Jugendorchester der Spielgemeinschaft Beilstein/Sachsenheim in der Unterstufe. Der frühere Kreisverbandsdirigent ist stolz, "dass wir solche Kinder und Jugendliche haben". Erfrischend und begeisternd hätten sie gespielt. Ihr Dirigent Dieter Göttfert strahlt, die wochenlangen Proben haben sich gelohnt. "Wer hier antritt, will gut abschneiden, da packt alle der Ehrgeiz."
Als Gradmesser und "echte Herausforderung" sieht auch der stellvertretende Kreisverbandsvorsitzende Reinhold Dick so ein Wertungsspiel. "Es dient der Fort- und Weiterbildung und der Kommunikation zwischen den einzelnen Vereinen." Der Kreisverbandsdirigent Hans Span beobachtet allgemeine gesellschaftliche Probleme auch in den Blasorchestern. "Schulstress, Arbeitsplatzängste, sinkende Belastbarkeit haben Auswirkungen auf die Zusammensetzung der Kapellen und die Probenarbeit der Dirigenten." Den hohen Ansprüchen an die Hobbymusiker sei immer schwieriger zu genügen.
"Nur mit gut ausgebildetem und erfahrenem Personal ist die Lust am Musizieren zu wecken", wobei der Spaßfaktor nicht zu kurz kommen dürfe. Atemtechnik, Ansatztechnik, Gehörbildung - vor Jahren Fremdwörter in der Ausbildung der Musiker - seien heute Schwerpunkte.
Span wie auch der Juryvorsitzende Nehlich haben "ein hohes Niveau mit gut ausgewählten Stücken" in Untergruppenbach gehört. Entsprechend ausgelassen ist der Jubel bei der Urkundenübergabe durch die Kreisverbandsvorsitzende Friedlinde Gurr-Hirsch. Die Stettenfelshalle hat hervorragende Konzertvoraussetzungen geboten. Die exzellente Akustik, so Gurr-Hirsch, habe das Klangerlebnis gefördert, die Musiker haben sich sehr zufrieden gezeigt mit den Rahmenbedingungen des Einspielens. Der Vorstand des Musikvereins Edelweiß hat die Veranstaltung bestens vorbereitet.
Motiviert Ein großzügiger Blumenschmuck unterstreicht den festlichen Rahmen. Gurr-Hirsch dankt dem Vorsitzende Christian Veit und dem Ehrenvorsitzenden Hans Uetz für die großartige Unterstützung mit einem Weingeschenk: "Wir alle sind sehr glücklich über die erfolgreiche Entwicklung des Musikverein Edelweiß und stolz auf die neue motivierte Truppe."
Wertungsspielergebnis
Nachrichtenblatt der Gemeinde Erlenbach-Binswangen (vom 13. April 2006)
"Mit hervorragendem Erfolg teilgenommen" lautete am letzten Sonntag für den Musikverein Erlenbach das Ergebnis beim Wertungsspiel des Blasmusik-Kreisverbandes Heilbronn in Untergruppenbach. Unser Blasorchester unter der Leitung von Dirigent Marko Rogalski hatte es wieder geschafft, in der Kategorie Höchststufe (sehr schwer) das beste Ergebnis in den fünf Bewertungsstufen zu erreichen.
Vor zahlreichen Zuhörern wurden zwei schwierige Musikstücke einer Fachjury vorgetragen. Ohne Nerven zu zeigen meisterten dabei unsere Musikerinnen und Musiker die sehr hohen Anforderungen und überzeugten nicht nur die Besucher, sondern auch die drei Wertungsrichter. Da der Musikverein Erlenbach als letztes Orchester in den "Ring" musste, ließ auch das Ergebnis nicht lange auf sich warten. Schon 30 Minuten später war der Jubel groß, als der 1. stellvertretende Kreisverbandsvorsitzende Reinhold Dick die Wertungsspielergebnisse bekannt gab. Das angestrebte Ziel wurde souverän erreicht. Unter den in der Höchststufe angetretenen Orchestern sogar mit Höchstpunktzahl. Das Spitzenergebnis war der Lohn für eine tolle Vorbereitungszeit, die in Verbindung mit einem örtlichen Probenwochenende und dem Frühjahrskonzert so richtig Spaß gemacht hat. Wir beglückwünschen unseren Dirigenten und alle teilnehmenden Musiker/innen zu diesem wirklich großartigen Erfolg.
In Erlenbach zurück, wurde nach einem verspäteten Mittagessen natürlich das Ereignis noch mehrere Stunden im "Goldenen Besen" gebührend gefeiert.
Juroren loben das hohe Niveau der Vorträge
Wertungsspiel des Blasmusikkreisverbands Heilbronn in Untergruppenbach mit zwölf Kapellen - Eppinger spielen "sehr gut"
Von Peter Rißler (Heilbronner Stimme, 12. April 2006)
Mit diesem Publikumsandrang hatte niemand gerechnet. Über 100 Stühle mussten in der Stettenfelshalle in Untergruppenbach zusätzlich aufgestellt werden, als das Wertungsspiel des Blasmusikkreisverbands Heilbronn in die zweite Hälfte ging.Es war ein großes Fest der Blasmusik.
Alle zwei Jahre lädt der Kreisverband seine Vereine ein, sich von unabhängigen Juroren bewerten zu lassen. Jeder Verein wählt unter fünf Leistungsstufen diejenige aus, deren Anforderungen er erfüllen kann. In der Stettenfelshalle in Untergruppenbach stellten sich Orchester in den Stufen drei (Mittelstufe), vier (Oberstufe) und fünf (Höchststufe) den Wertungsrichtern. Zwei Musikstücke, die dem Schwierigkeitsgrad der gewählten Stufe entsprechen, müssen vorgetragen werden - das "Pflichtstück" wird vorgeschrieben. Das "Selbstwahlstück" darf vom Orchester selbst ausgesucht werden. Über Wochen hinweg wird geübt und gefeilt. Viele Kapellen legen ein Probenwochenende ein, um den Stücken den letzten Schliff zu geben.
"Wir wollen keinen Wettbewerb. Das Wertungsspiel ist eine pädagogische Veranstaltung", erklärte Musikdirektor Hans Ruf, Vorsitzender des Jurorenteams. "Wir geben nach dem Vortrag den Dirigenten Anregungen und Hinweise. Wir weisen auch auf Schwachstellen hin, die man vielleicht nicht mehr sieht, wenn man ständig mit seinem Orchester arbeitet, und zeigen Perspektiven zur Beseitigung dieser Mängel auf." Zwölf Orchester - darunter vier außerhalb der Verbandsgrenzen Heilbronns - nutzten diese Chance, sich durch die sachkundige Jury bewerten zu lassen. Wie Ruf waren auch die beiden Mitjuroren Jochen Wehner, langjähriger Leiter des Rundfunksinfonieorchesters Leipzig, und Reiner Rudisch, Leiter der Musikschule Friedrichshafen, vom hohen Niveau der Musikvorträge angetan. "Die Dirigenten haben ausnahmslos Stücke ausgewählt, die zu ihren Orchestern passten, sie haben sehr gute Arbeit geleistet. Dies drückt sich auch in den gegebenen Beurteilungen aus." Deshalb lägen die Noten alle in den Bereichen "gut", "sehr gut" und "hervorragend", der bestmöglichen Beurteilung. Die Korrekturempfehlungen richteten sich an das Klangbild und das Zusammenspiel.
Sehr erfreut über die guten Leistungen waren auch die Kreisverbandsvorsitzende Friedlinde Gurr-Hirsch und ihr Stellvertreter Reinhold Dick, die die Urkunden überreichten. Jeder teilnehmende Verein profitiere mehrfach: Die intensive Vorbereitung habe allen einen Leistungsschub gegeben, die gute Beurteilung als Belohnung sei Motivation für das künftige Engagement und die konstruktive Kritik der Wertungsrichter ermögliche weitere Verbesserungen.
Die Ergebnisse für die Orchester aus dem Blasmusikkreisverband Heilbronn und aus Hohenlohe: In der Mittelstufe gab es für den Musikverein Siglingen die Auszeichnung "hervorragender Erfolg", für die Kapellen Heinriet und Untergriesheim sehr gut, für Sülzbach eine gute Benotung. In der Oberstufe erspielten sich die Stadtkapelle Eppingen und das Kolping Blasorchester Offenau die Wertung sehr gut. In der Höchststufe wurden Binswangen und Erlenbach jeweils mit hervorragend bewertet.
Der Musikverein Erlenbach spielt in der Höchststufe. Beim Wertungsspiel in der Untergruppenbacher Stettenfelshalle erhielt das Orchester von der Jury die Benotung "hervorragender Erfolg". Auch der Musikverein Binswangen bekam diese Auszeichnung in der Stufe fünf.(Foto: Andreas Veigel)