Schwungvolle Winterfeier des Musikvereins in Erlenbach - Heiteres Theaterstück begeisterte

Jugendkapelle ist steil im Aufwind

Von Werner Glanz (Heilbronner Stimme, 17. Januar 2006)

"Musik wird oft nicht schön befunden, weil sie mit Geräusch verbunden." Dieses von Wilhelm Busch stammende Zitat widerlegte der Musikverein Erlenbach bei seiner Winterfeier in der Sulmtalhalle eindrucksvoll. Die zahlreich erschienenen Besucher waren begeistert von den musikalischen Vorträgen und hatten zudem ihre große Freude am Theaterstück, das den Abend ausklingen ließ. Musik verbindet eben doch und lässt die Menschen etwas erleben. Dem Musikverein gelang es problemlos, ein Netz aus Spaß, Musik und Emotionen zu knüpfen.
Nach der Begrüßung durch die Moderatoren Michaela und Wolfgang Keicher, setzte die Tenorhorn-Gruppe gleich das erste Ausrufezeichen. Es war schon beachtlich, mit welcher Präzision Denies Herbert und Elena Schadt zwei Stücke vortrugen - beide spielen erst seit einem Jahr das Horn. Natürlich verlieh den beiden Mädchen die Begleitung durch die Profis Stefan Diefenbach und dem Vorsitzenden Klaus Varga Sicherheit. Nicht minder ausdrucksstark trat danach die Klarinetten-Jugendgruppe auf. Unglaublich, wie zehn kleine Finger 20 Löcher bedienen können. Steil im Aufwind befindet sich die neu gruppierte Jugendkapelle Erlenbach-Binswangen mit ihrem Dirigenten Andreas Flad. Der Musikstudent hat in einem halben Jahr schon ganze Arbeit geleistet und ist mit seiner Truppe auf dem besten Weg, an das frühere Leistungsniveau anzuknüpfen.
Üblich ist es beim Musikverein, dass zu den Ehrungen das Blasorchester selbst "den Marsch bläst". Doch was das über 60 Köpfe zählende Ensemble mit ihrem musikalischen Leiter Marco Rogalski dabei bot, war natürlich wesentlich mehr, als nur "Humdada-Musik". Die Auftritte waren einfach überzeugend. Auch beim MVE gibt es einen "Oscar". Den überreichte Rogalski an Hornistin Sigrid Iwanitzky,die im letzten Jahr keine Probe versäumt hatte.
Abschließend sorgte die MVE-Theatergruppe mit dem Stück "D’ Schwiegermuader" für einen heiteren Schlusspunkt. In den Rollen überzeugten dabei mit viel Gestik, Komik und deftigen Sprüchen Sigrid Iwanitzky, Wolfgang Keicher, Peter Glaser, Regina Hofmann und Sarah Wahl, die zu ihrem 18. Geburtstag noch ein Ständchen bekam. Für die Technik zeichnete Stefan Diefenbach und für die Maske Angelika Truckses verantwortlich. Regie führte Wolfgang Lechner.


Theaterstueck D’ Schwiegermuader

Das Theaterstück "D’Schwiegermuader" sorgte für viel Heiterkeit. Hier legt Sigrid Iwanitzky als Schwiegermutter ihren Ambrosius an die Leine.Schwiegersohn Fred Kehling (Peter Glaser) ist natürlich auf der Seite seines Schwiegervaters.


Jugendkapelle

Auch die Jugendkapelle Erlenbach-Binswangen glänzte.


Ehrungen

Ehrungen beim Musikverein: (von links) Kreisverbandsdirigent Heribert Leibfried, Regina Hofmann, Ilse Rotter, Anja Hecktor, Rolf Varga, Sigrid Iwanitzky, Leonhard Schneider und Vorsitzender Klaus Varga