Jahresuhr tickt bei der Winterfeier
ERLENBACH - Humorvolles Theater und spaßiger Liederreigen
Von Werner Glanz (Heilbronner Stimme, 15. Januar 2008)
Eine Winterfeier ganz anderer Art bekamen die Besucher vom Musikverein Erlenbach in der Sulmtalhalle geboten.
Getreu dem Motto "Nach dem Weinfest ist vor dem Weinfest" ließen die Musiker ein arbeits- und ereignisreiches Jahr visuell und
akustisch Revue passieren - ganz so wie bei einem spannenden Film, der mit dem Ende beginnt, dann wieder an den Anfang zurück
blendet und das Geschehen abhandelt.
Ausnahmezustand Jedes Jahr zur selben Zeit verwandelt sich für vier Tage der stille Ort unterhalb des Kaybergs
in einen Ausnahmezustand. Tausende von Menschen füllen die Straßen und der Duft von verbranntem Rebholz liegt in der Luft. Gefeiert
wird bis in die frühen Morgenstunden. Am fünften Tag, so steht es geschrieben, wird für ein Jahr wieder alles weggeräumt.
Nur noch die Krönungszeremonie der Zwiebelkönigin und die Abnahme der Fahne erinnern an die vergangenen Tage.
Musikvereinsvorsitzender Klaus Varga begrüßte die Besucher. Dann folgte ein kurzer Film, der an die Anfänge des Weinfestes
erinnert, und schon war man mittendrin im Geschehen: Es folgt der Einmarsch der Backfrauen zu den Klängen der Jugendkapelle
Erlenbach-Binswangen unter der Leitung von Andreas Flad. Gekrönt wird danach die Zwiebelkönigin Monika Keicher - von Willi
Keicher, wie beim richtigen Weinfest. Mit dieser Szene endete auch das "Filmprogramm" nach fast vier Stunden.
Dazwischen wird einiges geboten, wobei sich "Hausmeister" Wolfgang Keicher als Moderator einige Lorbeeren verdient. Auch der
Festsaal gibt mit seiner Dekoration aus Weinfestutensilien einiges her. Das Vereinsjahr beginnt dann mit einem "Häusletag".
Neben essen und trinken ist er genau das Richtige, um Einzelheiten für das nächste Weinfest zu besprechen. Gekonnt in Szene
gesetzt wird das Ganze von der MVE-Theatergruppe unter der Regie von Wolfgang Lechner. Inzwischen hatte längst das
Blasorchester unter der Leitung von Marco Rogalski auf der Bühne Platz genommen. Das 60-köpfige Ensemble hatte ein
Mammutprogramm mit vielen Gags und originellen Ideen zu bewältigen. Beispiel: Die Trompeter spielten einmal nur mit den
Mundstücken, weil ihnen vom Klarinetten- und Flötenregister die Instrumente entwendet wurden. Beim "Mitternachtsblues"
glänzte Trompeter Markus Leitz als Solist, später auch noch als Sänger beim "Erlenbacher Weinfestmarsch".
Am Ende der Winterfeier gab es viel Applaus für eine rundherum gelungene Veranstaltung.
Die Theatergruppe des Musikvereins Erlenbach setzte die Vorbesprechung fürs nächste Weinfest amüsant in Szene. (Foto: Werner Glanz)
Anspruchsvolle Musik in einer großen Gemeinschaft
Kreisverband ehrte bei der Winterfeier aktive Musiker – Jugend soll sich weiter engagieren
Von Werner Glanz (Heilbronner Stimme, 15. Januar 2008)
ERLENBACH Bei der Winterfeier des Musikvereins Erlenbach wurden zahlreiche Musiker sowie zwei Funktionäre für ihr
jahrelanges ehrenamtliches Engagement ausgezeichnet. Heribert Leibfried vom Kreisverband und auch dessen Vorsitzende
Friedlinde Gurr-Hirsch war anwesend. Beide ehrten folgende aktive Musiker: Jens Varga, Matthias
Bartsch, Fredi Mühleck, Stefanie Ebert, Kerstin Mauck und Sarah Wahl für jeweils zehn Jahre sowie
für 20 Jahre Carola Bolch, Susanne Kühner, Markus Leitz und Reiner Umminger. Bereits seit 30 Jahren
aktiv sind Stefan Diefenbach und gar schon 40 Jahre Bärbel Varga und Eberhard Lebtig. Und seit 50 Jahren
bläst Thomas Leitz das Flügelhorn. Für ihre 20-jährige Funktionärstätigkeit
wurden außerdem Pressewart Wolfgang Lechner und Kassiererin
Sigrid Iwanitzky ausgezeichnet. Thomas Leitz forderte abschließend
die Jugend auf, sich weiterhin zu engagieren und Durchhaltevermögen zu beweisen. "Nur in der Gemeinschaft können wir
anspruchsvolle Musik bieten", so Leitz. Er dankte noch Klaus Varga und Marco Rogalski, die es verstehen würden,
das Orchester ständig zu Höchstleistungen zu formen.
Der Musikverein Erlenbach ehrte bei seiner Winterfeier zahlreiche aktive Musiker und zwei langjährige Funktionäre. Vom Verband übernahmen dies Heribert Leibfried und Friedlinde Gurr-Hirsch sowie vom Verein Klaus Varga von rechts. (Foto: Werner Glanz)